Globale Hegemonie: Wer stoppt die USA?

Globale Hegemonie: Wer stoppt die USA?

USA Terror

Kriege, militärische Interventionen, logistische Hilfe, gesteuerte Putsche und Geheimdienstoperationen, sowie der Aufbau von multinationalen politischen Organisationen – die Liste der Möglichkeiten direkter und indirekter Einflussnahme ist lang. Entsprechend umfangreich zeigt sich auch der Umfang solcher Operationen seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Ziel ist es, die US-Hegemonie auf dieser Welt einzuzementieren. Vor allem ökonomisch.

Von Marco Maier

Eigentlich jeder Staat vertritt außenpolitisch im Normalfall seine eigenen Interessen. Decken diese sich mit jenen anderer Staaten, werden entsprechend wirtschaftliche, politische oder militärische Bündnisse geschlossen. Die EU (politisch/wirtschaftlich) und die NATO (militärisch) sind zwei Beispiele solcher Staatenbündnisse. Doch während bei letzterem offenkundig ist, dass es den US-amerikanischen Interessen dient, zeigt sich dies bei der Europäischen Union lediglich durch die Hintertür.

Wie sehr die EU zunehmend zu einem Instrument der US-Interessenpolitik avanciert, wurde insbesondere im Zuge der Sanktionen gegen Russland deutlich. Der wirtschaftliche und politische Schaden dieser Aktion ist enorm. Für die USA, die nur wenige wirtschaftliche Beziehungen zu Russland unterhalten, ist dieser vergleichsweise gering. Doch so sehr die europäischen Politiker immer wieder behaupten, die Sanktionen aus eigenem Antrieb beschlossen zu haben, muss doch immer wieder auf die engen transatlantischen Verflechtungen vieler Politfunktionäre verwiesen werden.

Die Schattenregierung

Das Problem hierbei ist nicht unbedingt die Washingtoner Administration. Die US-Politik stellt nur die pseudodemokratische Fassade eines zutiefst korporatistischen Systems dar. In Wirklichkeit geben nämlich die Financiers der US-Politik die gesamte Richtung vor. Eine Schattenregierung, für die das „mächtigste Land der Welt“ nur eine Marionette ist. Ein Teil davon ist der Militärisch-Industrielle-Komplex, vor dem schon Präsident Eisenhower warnte.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts, als mit der Gründung der Federal Reserve Systems und der Einmischung in die beiden eigentlich europäischen Kriege, die zu Weltkriegen ausuferten, wurden die USA immer weiter in die Rolle des „Weltpolizisten“ gedrückt. Ganz in Wildwest-Manier wurden sie auch zu Richtern und Henkern. Der medial geförderte Nimbus der Verteidiger von Demokratie und Rechtstaatlichkeit umgab dieses Land, welches sich dadurch anschickte, aus den ehemaligen britischen Kolonien selbst eine Kolonialmacht zu machen. Nur deutlich effizienter als das eigentliche Vorbild.

Die Macht der Finanzoligarchie

Beschränkte man sich nämlich früher darauf, mittels militärischer Repressionen Länder und Völker zu unterwerfen, gehen die USA heute nicht mehr nur mit der Armee vor. Der dauernde Kriegszustand des Landes mit irgendwelchen anderen Ländern dient nur dazu, die wichtige Rüstungsindustrie mit Aufträgen zu versorgen. Wichtiger ist die Kontrolle über Rohstoffe, Handelsrouten und die Kontrolle über die wichtigen Märkte. Wenn große Teile ausländischer Unternehmen in den Händen von US-Konzernen liegen, weil die Dollardominanz es der Fed ermöglicht, die ganze Welt mit Greenbacks zu überfluten, bringt das enorme Vorteile mit sich.

Überall auf der Welt arbeiten Menschen für Unternehmen die sich entweder zu Teilen oder gar zur Gänze im Besitz der US-Finanzoligarchie befinden. Das heißt: ein nicht unerheblicher Teil der Gewinne fließt aus diesen Ländern ab und direkt in die Taschen einer kleinen Finanzelite. Mittels Trusts, Holdings, Fonds und Stiftungen, die in einem engen Geflecht miteinander verbunden sind, üben sie die wirtschaftliche Kontrolle aus. Und die Politik? Sie spielt das Spiel einfach mit.

Jene Länder, die sich nicht diesem globalen Monopoly unterwerfen wollen, werden zur Zielscheibe dieser Oligarchie. Wer mit den Herren der neuen Weltordnung nicht teilen will, wird auf irgendeine Weise bekämpft. Wenn es mit instruierten Unruhen (siehe aktuell Venezuela) nicht funktioniert, kommen gerne Putschversuche (z.B. Pinochet in Chile) ins Spiel. Eine andere Möglichkeit besteht darin, Kriege auszulösen ohne eigene Soldaten zu opfern. Wie das geht, sah man im Golfkrieg zwischen dem Irak und dem Iran, oder aktuell auch in Syrien. Und wenn das nicht hilft, interveniert man selbst – wie in Korea, in Vietnam, im Irak oder in Libyen.

Das dreckige Spiel in der Ukraine

Ganz perfide ist jenes Spiel, welches derzeit mit der Ukraine und Russland gespielt wird. Schon seit dem Zerfall der Sowjetunion versuchen die US-Konzerne sich im postsowjetischen Raum auszubreiten. War Boris Jelzin noch ein perfektes Opfer, spielt Wladimir Putin dieses Spiel nicht mit. Umso mehr musste man jenseits des Atlantiks eine Strategie entwickeln, um Putin international zu diskreditieren und vielleicht sogar zu Fall zu bringen. Die Ukraine stellt eine potentielle Achillesferse dar, so dass die USA (laut Victoria Nuland) ganze 5 Milliarden Dollar in das Land investierten, um es von Russland zu lösen.

Nach der gescheiterten „orangenen Revolution“ folgte nun die Euromaidan-Revolution, in der man gezielt auf die ukrainischen Rechtsextremisten setzte, die vor lauter Russenhass keine Scheu vor Pogromen haben würden. Das Massaker von Odessa war dann sozusagen der Startschuss für den darauf folgenden Bürgerkrieg gegen jene Kräfte in Donezk und Lugansk, die sich den radikalen ukrainischen Nationalisten nicht beugen wollten.

Hier geht es – vor allem auf Kosten der ukrainischen Bevölkerung – lediglich darum, den russischen Bären aus seiner Höhle zu locken um dann sagen zu können: „Schaut her, der Bär wollte sich den Honigtopf holen – und wir haben ihn zur Strecke gebracht!“ Doch dass sie selbst es waren, die den großen Honigtopf vor die Höhle stellten, verschweigen sie. Schuld an der Entwicklung muss ja schließlich der Gegner der ganzen Operation haben. Dafür muss man nur einige Fakten verschweigen und mit Hilfe einer willfährigen Presse auch gerne Fakten verdrehen.

Wann ist Schluss damit?

Allerdings sollten wir uns die Frage stellen, wie lange wir diesem Treiben überhaupt noch zusehen wollen. Kann und darf es möglich sein, dass die Interessen einer kleinen Gruppe von Menschen, die über Jahrzehnte hinweg immer mehr wirtschaftlichen Einfluss erhielten, über den Interessen der Völker dieser Welt stehen? Wie lange noch sollen Menschen auf Wunsch der „Eliten“ in Kriege gehetzt werden? Wollen wir es wirklich zulassen, dass die Demokratie nur noch eine Wahl von Schauspielern ist, während die Regisseure gar nicht zur Wahl stehen?

Wer stoppt die USA? Wer stoppt das korrumpierte System, welches sich hinter Atomwaffen, Flugzeugträgern, Tarnkappenbombern und Drohnen mit Hellfire-Raketen versteckt, während sie die eigene Bevölkerung zusehends verelenden lassen?

via abcnet

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