Israels Botschafter: Ein autistischer Lügner und Hetzer?

Israels Botschafter: Ein autistischer Lügner und Hetzer

Der israelische Botschafter in Deutschland, Jakov Hadas-Handelsman (dpa / picture-alliance / Jörg Carstensen)

Wer bisher noch nicht überzeugt war, dass Israel ein rassistischer Staat ist, wurde jetzt endgültig eines Besseren belehrt. Nicht nur die Regierungspolitik ist rassistisch, sondern die gesamte israelische Gesellschaft, bis auf wenige Ausnahmen, ist rassistisch. Sie blieb ungerührt und apathisch angesichts von tausenden von Toten und Verletzten im letzten Gaza-Krieg, denn es waren palästinensische Tote und sie flippt fast aus, wenn vier jüdische Rabbiner ermordet werden. Es ist wie schon seit Jahren durch das Urteil eines rassistischen jüdischen Richters bekannt: Jüdisches Blut ist wertvoller als palästinensisches; es ist eigentlich “wertvoller” als jede andere Blutsorte auf der Welt.

Von Abi Melzer|Der Semit

Israelische Botschafter wissen das auch und benehmen sich entsprechend. Wenn sie deutschen Journalisten ein Interview geben, dann versuchen sie gleich von Anfang an, die Richtung vorzugeben, dass es für den Journalisten nötig wird, an Folgendes zu erinnern: „Ich habe schon den Vorschlag zu machen, dass ich die Fragen stelle.“

Zur Frage, warum in Israel die Familien bestraft werden oder warum in Israel die von den Nazis besonders gegen Juden angewandte Sippenhaft angewendet wird, meint Hadas-Handelsman, Israels Botschafter, dass es eine gute Bestrafung sei, da sie Abschreckung erzeuge und deshalb wirke. Was natürlich eine falsche Antwort ist, denn wir wissen, dass sie nicht wirkt und auch nicht gut ist, da sie wider das Völkerrecht ist. Der Botschafter meint aber, dass es gesetzlich möglich ist, was wieder eine Lüge ist, denn der Oberste Gerichtshof in Israel hat ausdrücklich entschieden, dass die Zerstörung von Häusern und Wohnungen ungesetzlich sei. In seiner Naivität oder auch Dummheit behauptet der Botschafter, dass solche Strafen „umkehrbar“ sind und die Betroffenen beim Obersten Gerichtshof Einspruch einlegen können. Aber, so will er uns beruhigen, „der Oberste Gerichtshof bestätigt normalerweise solche völkerrechtswidrigen Entscheidungen.  Und wenn nicht, dann machen wir, was der Oberste Gerichtshof uns empfiehlt.“ Vergessen hat er zu erwähnen, dass das israelische Militär sich schon unzählige Male über Entscheidungen des Gerichts hinweggesetzt hat und es ist nichts passiert. Dass demnächst 61 Abgeordnete der 120 Abgeordneten zählenden Knesset in der Lage sind, jede Entscheidung des Obersten Gerichtshofes rückgängig zu machen, hat er wohl vergessen, damit verlässt Israel wieder ein wenig den Pfad der Demokratie.

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Abi Melzers Kritik am Artikel: Nahost-Konflikt – Es geht nur über Verhandlungen

via levantenet

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