Brennpunkt #Ferguson: Die Ruhe vor dem Sturm

Brennpunkt Ferguson: Die Ruhe vor dem Sturm

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Es ist nicht das erste Mal, dass die USA im Rampenlicht stehen, wenn es um mögliche Polizeigewalt geht. Die Kleinstadt Ferguson befindet sich schon seit Tagen im Ausnahmezustand, am 9. August war der der farbige Jugendliche Michael Brown auf offener Straße erschossen worden. Augenzeugen haben berichtet, dass der junge Mann unbewaffnet war und sogar die Hände gehoben hatte, als er von sechs Polizeikugeln tödlich getroffen wurde. Im Augenblick berät ein Schöffengericht – bestehend aus 12 Jurymitgliedern – ob Anklage gegen den Polizisten erhoben wird. Eigentlich war für gestern Abend eine Entscheidung erwartet worden, die Jury konnte sich aber offenbar nicht einigen. Mindestens 9 der 12 Schöffen müssen sich einig sein, ob Anklage erhoben wird oder nicht.
Die Fälle von übertriebener Polizeigewalt in den USA häufen sich. Im Fall von Michael Brown geben unterschiedliche Augenzeugen an, dass der Polizist noch auf den am Boden Liegenden mehrere Schüsse abgegeben haben soll. Erst gestern wurde ein 12-Jähriger in den USA erschossen, nachdem er mit einer Softair-Waffe herumgefuchtelt hatte. Wie bedrohlich kann ein 12-Jähriger auf mehrere bewaffnete Beamte wirken? Dieser Vorfall dürfte die Debatte weiter verschärfen.

In Ferguson bereitet man sich inzwischen auf das Schlimmste vor. Fensterläden werden mit Sperrholz vernagelt und die Sicherheitskräfte werden massiv verstärkt. Bereits vor sechs Tagen hatte der Gouverneur von Missouri den Notstand ausgerufen und die Nationalgarde aktiviert.

Nicht nur in Ferguson formiert sich Widerstand, auf einer Homepage werden landesweite Proteste organisiert für den Fall einer Nichtanklage. Hier ein Video, in dem Augenzeugen zu Wort kommen (englisch).

via erninet

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