#Ferguson: „Black Lives Matter“ – auch schwarze Leben haben Wert.

#Ferguson: „Black Lives Matter“ – auch schwarze Leben haben Wert.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2014_11_26/Ferguson-ist-mehr-als-einfacher-Rassismus-0020/

Ferguson: Fall Wilson ist nicht nur Rassismus-Fall

Ferguson: Fall Wilson ist nicht nur Rassismus-Fall

Foto: REUTERS/Adrees Latif

STIMME RUSSLANDS Wir haben schon früher über Ferguson mitgeteilt. In dieser US-amerikanischen Stadt (Bundestaat Missouri) hat ein Polizist einen schwarzen Jungen erschossen. Das Opfer war unbewaffnet. Die mehrheitlich schwarze Bevölkerung der Stadt ging nach dem Mord auf die Straße, was zu Unruhen führte. Demonstranten haben den Fall als Rassismusmord bezeichnet, weil der Polizist kaukasisch aussah.

Der Fall tauchte erneut akut auf, als eine sogenannte Grand Jury aus zwölf Geschworenen, allesamt juristische Laien, am Montag zu dem Schluss gekommen war, dass die Beweislage für eine Anklage gegen den Polizisten nicht ausreiche. Die Demonstranten gingen wieder auf die Straße. Als die Unruhen begannen, rief sogar US-Präsident Barack Obama zur Ruhe auf, aber es hatte keine Wirkung. In der Nacht zum Dienstag waren immer wieder auch Schüsse zu hören. Aber geht es in dem Fall nur um Rassismus? Vielleicht hat er noch andere Hintergründe?

Ich habe einen Bericht von Amnesty International über den Fall gelesen und es wurde mir klar, dass der Fall zu den Unruhen geführt hätte, selbst wenn Wilson und Brown zu dem gleichen anthropologischen Typ gehört hätten. Ich will nicht sagen, dass es kein Rassismus ist, ich will behaupten, dass der Fall mehr als Rassismus ist.

Es handelt sich um die Grobheit der Polizisten, die heutzutage nicht einfache Polizisten sind, sondern gut bewaffnete Militanten, die wie die amerikanischen Soldaten in Afghanistan aussehen, was psychologisch in den Köpfen negative Gefühle auslöst und den Geist des Widerstandes verstärkt. Dass der Fall als rassistisch angesehen wird, weist darauf hin, dass der anthropologische Typ als ein Mechanismus der Solidarisierung benutzt wurde. Das bedeutet nicht, dass es kein Rassismusmord war – das erklärt vielmehr, dass der anthropologische Unterschied sehr effektiv benutzt wurde, um eine Solidarisierung zu schaffen.

Der Fall warf noch eine Frage auf, die mit der Benutzung der Waffe durch Polizisten verbunden ist. Den AI-Experten zufolge ist sogar die alltägliche Situation in der Stadt nicht einfach. Die Polizisten sollen immer wieder zu ihren Waffen greifen. Allerdings ist es ein großes Problem, die Grenze zu bestimmen, wo ein Polizist seine Waffen benutzen darf.

Was ich im Bericht von Amnesty International für interessant halte, war der Satz, dass niemand genau weiß, wie viele Menschen in den USA von Polizisten erschossen werden. Diese Feststellung beweist meine Meinung, dass rassistische Hintergründe einen guten Beitrag zur Lösung des Problems leisten. Das schafft Solidarisierung und kann nicht totgeschwiegen werden.

Medien zufolge waren in diesem Sommer alleine in der Woche, in der Michael Brown umkam, drei weitere unschuldige Afroamerikaner durch Polizeigewalt gestorben. In Los Angeles wurde der geistig behinderte Ezell Ford erschossen. In Ohio starb John Crawford, der dabei war, im Kaufhaus eine Spielzeugpistole für seinen Sohn auszusuchen. Imd im New Yorker Stadtteil Staten Island wurde der 43-jährige Eric Garner von Polizisten erwürgt, obwohl er keinen Widerstand geleistet hatte.

Die Amerikaner wollen vorbedachte Polizeigewalt nicht mehr ertragen, sagte Jeffrey Mittman, Direktor der Bürgerrechtsvereinigung American Civil Liberties Union von Missouri zum Spruch der Jury in Ferguson: „Die Entscheidung negiert nicht die Tatsache, dass Michael Browns Tod Teil eines alarmierenden nationalen Trends ist. Polizisten benutzen exzessive Gewalt gegen schwarze Amerikaner und werden in den seltensten Fällen dafür zur Rechenschaft gezogen.“ Auf den Schildern der Demonstranten in Ferguson waren Parolen zu lesen wie „Black Lives Matter“ – auch schwarze Leben haben Wert. Ein Demonstrant in Ferguson schrie die Polizei an: „Ihr seid schlimmer als der IS.“

Chris Manor aus der Bewegung „Utah gegen die Brutalität der Polizei“ half eine kleine Protestveranstaltung in Salt Lake City durchzuführen, an der etwa 35 Menschen teilnahmen. „Es gibt Sachen, die uns hier beeinflussen, gleichzeitig ist es sehr wichtig, unsere Solidarität mit den Menschen aus anderen Städten zu zeigen, die sich mit den gleichen Sachen konfrontiert sehen, wir wir“, sagte Manor.

Nachdem die Jury-Entscheidung veröffentlicht worden war, gingen mehrere hundert Menschen in Chicago auf die Straßen. Sie zeigten keine Aggression, es war eine friedliche Demonstration. Allerdings haben die Polizisten mit Fahrrädern, zu Pferde und in Autos den Weg abgetrennt. Es scheint, dass die Polizei sich wie die Armee benimmt, was den Widerstand der Bevölkerung auslöst.

Viele Experten aus Deutschland, an die wir uns für die Kommentare wendeten, haben abschlägig geantwortet. Das kam uns überraschend vor, weil wir kaum solche Probleme haben. Es scheint, dass die Freiheit in Deutschland beschränkt wird, wenn es sich um die USA handelt.
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via problacknet

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