#Twitter liest neuerdings installierte Apps aus

#Twitter liest neuerdings installierte Apps aus

http://www.gulli.com/news/25235-twitter-liest-neuerdings-installierte-apps-aus-2014-11-28

 

Twitter versucht sich neuerdings an personalisierter Werbung und erfasst dafür, welche Apps sonst noch installiert sind.Twitter versucht sich neuerdings an personalisierter Werbung und erfasst dafür, welche Apps sonst noch installiert sind.

Natürlich hat die Social-Media-Plattform Twitter nur das Beste für ihre Nutzer im Sinn, wenn es um die Ausweitung der App-Rechte geht. Die Twitter-App auf Android und iOS liest seit kurzem aus, welche weiteren Anwendungen auf dem verwendeten Gerät installiert sind, um Werbung passgenauer auszugeben und Kontakte vorzuschlagen.

Personalisierte Werbung wird seit ihrer Einführung mannigfaltig und nachhaltig kritisiert – bislang jedoch ohne Erfolg. Zu lukrativ ist das Geschäft mit maßgeschneiderter Werbung. Dabei haben die Enthüllungen durch Whistleblower Edward Snowden im Zuge des Überwachungsskandals aufgezeigt, wie sehr private Unternehmen durch ihre Datensammelwut die staatliche Überwachung begünstigen. Geheimdienste wie die US-amerikanische National Security Agency (NSA), das britische Government Communications Headquarter (GCHQ) und weitere Partner der sogenannten „Five Eyes“ müssen sich an den von der Werbeindustrie angelegten Persönlichkeitsprofilen nur noch bedienen – die Vorarbeit übernehmen die Konzerne unter dem Vorsatz steigender Umsätze.

„App-Diagramm“ von Twitter ist standardmäßig aktiviert

Auch Twitter findet offenbar zunehmend Geschmack an personalisierter Werbung. Als werbefreie Plattform gegründet, um Kundschaft anzulocken, ist es nun an der Zeit, die Investoren glücklich zu machen. Folglich müssen Umsätze generiert werden, was bei Twitter lange Zeit nicht der Fall war. Entsprechend hoch dürfte der Druck sein, der auf den Schultern der Betreiber lastet. Über das Auslesen von weiteren Apps, die von Twitter-Nutzern auf ihren Geräten installiert wurden, soll das Persönlichkeitsprofil der Nutzer nun ausgebaut und um für die Werbebranche spannende Informationen ergänzt werden. Sind beispielsweise Dating-Apps installiert? Shoppt Peter Paulsen lieber über eBay oder Amazon? Sind mobile Payment-Lösungen wie PayPal vorhanden? Solche Schlüsselfragen sind für Werbe-Unternehmen Gold wert, um Werbung passgenau ausliefern zu können. Und je maßgeschneiderter, desto höher die Chance auf einen Verkauf.

Twitter selbst nennt es „App-Diagramm“ und erklärt die Funktion auf einer Info-Seite. Darin wird auch erläutert, wie die Schnüffelfunktion deaktiviert werden kann. Die Einstellung ist bei allen Twitter-Nutzern per Default aktiviert. Die Daten werden demnach nicht nur genutzt, um die Persönlichkeitsprofile für die Werbebranche auszuweiten, sondern auch um die Nutzer untereinander weiter zu vernetzen. Die über die mitgelesenen Apps gesammelten Informationen sollen auch verwendet werden, um für den Nutzer potenziell interessante Kontakte vorzuschlagen, Tweets in die Timeline zu integrieren und „andere Inhalte zu präsentieren“, berichtet das Wall Street Journal. Facebook arbeitet nach einem ähnlichen Prinzip, allerdings mit Einschränkungen. Facebook zieht nur Informationen aus Apps, die von den Entwicklern der Anwendungen mit dem SDK von Facebook ausgestattet wurden. /tb

via tweetnet

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