#Fracking: Gegner alles Putin-Versteher? Protest wird von Russland bezahlt?

Das Schiefergas und die Spionen-Manie des Westens

Das Schiefergas und die Spionen-Manie des Westens

© Collage: STIMME RUSSLANDS

STIMME RUSSLANDS Die Londoner Zeitung „The Financial Times“ meint, im Herzen der Europäischen Union die „Hand Moskaus“ entdeckt zu haben. Die Zeitung merkt an, die Massenprotestaktionen gegen die Erschließung der Schiefergasvorkommen in Europa, die es in den Ländern Mittel- und Osteuropas im Zeitraum 2012-2013 gegeben habe, seien von Russland und konkret vom russischen Unternehmen Gazprom bezahlt worden. Eine ähnliche Behauptung wurde in der amerikanischen Zeitung „The New York Times“ geäußert.

Die Aufmerksamkeit der westlichen Massenmedien galt Demonstrationen, die insbesondere das US-amerikanische Unternehmen Chevron genötigt hatten, seine Tätigkeit in Bulgarien, Rumänien und Litauen einzustellen. Diese Proteste trugen tatsächlich massenhaften Charakter und zwangen die bulgarische und die rumänische Regierung, die Verträge mit der amerikanischen Ölgesellschaft zur Erschließung von Schiefergasvorkommen zu kündigen. In Litauen weigerten sich die Chevron-Experten, die Steuerforderungen der litauischen Seite zu erfüllen. Ebenfalls weigerten sie sich, die Entwicklung jener Gebiete zu finanzieren, in denen die Durchführung der umweltfeindlichen Tätigkeit vorgesehen war.

Zuvor hatte das amerikanische Unternehmen ExxonMobil in Polen ebenfalls alle seine Schiefergasprojekte eingestellt, weil sie nicht effektiv waren. Die finanzielle Haltlosigkeit der Projekte sowie die von ihnen für die Region ausgehende Umweltgefahr waren es, die in Wirklichkeit zu einem solch traurigen Ergebnis in den obengenannten Ländern Mittel- und Osteuropas geführt hatten. Der Leiter des Bereichs Energiemärkte der Energiewirtschaftlichen Abteilung des Instituts für Energiewirtschaft und Finanzen, Nikolai Iwanow, sagt hierzu Folgendes:

„Die Realisierung derartiger Projekte kann einen unkalkulierbaren Weg nehmen. Hier kann nichts vorausgesagt werden. Die Ungewissheit beruht im Schiefergas selbst, das im Tongestein enthalten ist. In diesem Fall kann man nicht einmal von irgendwelchen traditionellen Vorkommen sprechen.“

Die Beleidigungen und Enttäuschungen von Chevron und ihren Kollegen sind verständlich, geht es doch um den Verlust eines bedeutenden Marktsegments. Allerdings hat man im Westen beschlossen, noch weiter zu gehen, und hat faktisch eine ganze Spionage-Konstruktion aufgebaut, die fast ganz Mittel- und Osteuropa umfasst. Es heißt, die Proteste gegen die Schiefergasprojekte in Bulgarien seien das Werk russlandfreundlicher Massenmedien und von Moskau bezahlt. Außerdem sollen sie im Jahr 2013 den Rücktritt des bulgarischen Kabinetts von Boiko Borisov organisiert haben, wozu angeblich die äußerst rechte Partei ATAKA finanziert worden sei.

In Rumänien soll es ebenfalls nicht ohne „die Hand Moskaus“ abgegangen sein. Wie „The New York Times“ behauptet, sei unmittelbar das russische Unternehmen Gazprom an den „überraschend gut finanzierten und organisierten Protesten“ gegen die Schiefergasprojekte beteiligt gewesen. Dabei wird selbst in den rumänischen Geheimdiensten zugegeben, dass man dort über keinerlei Dokumente über eine Beteiligung der russischen Seite an den Anti-Schiefergas-Protesten verfüge.

So ist es kaum erstaunlich, dass die angeblichen Empfänger der russischen Millionen derartige Beschuldigungen strikt zurückweisen. In der Führung der bulgarischen Partei ATAKA betont man, dass sie vollständig durch staatliche Zuwendungen im Rahmen der nationalen Gesetzgebung finanziert werde. Was die Führer dieser gegen die Schiefergasprojekte gerichteten Proteste betrifft, so sehen sie in dem Geschehen einen Versuch, um einen beliebigen Preis die amerikanischen Interessen auf Kosten einer Diskreditierung der Gegner der Schiefergasprojekte voranzubringen.

Charakteristisch ist, dass die Proteste in Bulgarien, Rumänien und Litauen in den Jahren 2012 und 2013 stattfanden, aber von einer „Hand Moskaus“ erst jetzt – auf dem Höhepunkt der Diskussionen über die Energiesicherheit Europas und das Schicksal der amerikanischen Schiefergasprojekte – gesprochen wird. Jene werden unter Bedingungen der fallenden Erdölpreise noch weniger rentabel. Dieser Umstand verstärkte nur die Zweifel an der Fähigkeit des amerikanischen Schiefergases, die russischen Energieträger in Europa zu ersetzen.

In den USA selbst festigen sich ebenfalls die Positionen der Gegner der sogenannten „Schiefergas-Revolution“. Folgt man der Logik der „The Financial Times“ und der „The New York Times“, so würden die Schiefergas-Gegner in Texas zweifellos ebenfalls von Russland finanziert sein.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2014_12_03/Schiefergas-und-die-Spion-Manie-des-Westens-7408/

via franet

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