Türkei: ein schwarzer Tag für die Pressefreiheit – Dutzende regierungskritische Journalisten verhaftet

Türkei: ein schwarzer Tag für die Pressefreiheit – Dutzende regierungskritische Journalisten verhaftet

http://www.contra-magazin.com/2014/12/tuerkei-dutzende-regierungskritische-journalisten-verhaftet/

 

Erdogan

Türkei:

Dutzende regierungskritische Journalisten verhaftet

Wie es der unbekannte Twitterschreiber mit dem Pseudonym Fuat Avni angekündigt hatte, begann heute die große Verhaftungswelle von regierungskritischen Journalisten in der Türkei. Mindestens 32 Personen wurden bislang verhaftet. 400 Journalisten sollen jedoch von einer Inhaftierung bedroht sein.

Von Marco Maier

Heute ist ein schwarzer Tag für die Pressefreiheit in der Türkei. Regierungskritische Journalisten werden reihenweise festgenommen. Polizisten nahmen zunächst den Direktor des regierungskritischen Fernsehsenders Samanyolu, Hidayet Karaca, sowie zwei Produzenten des Senders fest. Auch der Chefredakteur der großen Tageszeitung Zaman, Ekrem Dumanli, soll bereits abgeführt worden sein. Hunderte von Sympathisanten und Angestellte befanden sich heute vor dem Redaktionsgebäude von Zaman im Istanbuler Stadtteil Yenibosna, unweit des Atatürk-Flughafens. Die Protestierenden versuchten am frühen Morgen, eine Hausdurchsuchung und weitere Festnahmen durch ein Polizeikommando zu verhindern.

Via Twitter teilte ein Unbekannter, der unter dem Pseudonym Fuat Avni schreibt und angeblich aus dem direkten Umfeld von Präsident Erdogan stammt, erst kürzlich mit, dass eine große Verhaftungswelle bei den regierungskritischen Journalisten stattfinden wird. Schon in der Vergangenheit bewahrheiteten sich seine Ankündigungen hinsichtlich der geplanten Taten der AKP-Regierung.

Als Grund für die vielen Verhaftungen wird angegeben, dass Erdogans Rivale, der Prediger Fethullah Gülen, und dessen Anhänger im vergangenen Jahr einen Putsch gegen den damaligen Premierminister und heutigen Präsidenten der Türkei geplant hätten. Nächste Woche jährt sich die Korruptionsaffäre der AKP-Regierung, die unter anderem von Gülens Kreisen angestoßen wurde. Mittlerweile wurden die Ermittlungen jedoch gestoppt, nachdem tausende Richter, Staatsanwälte und hochrangige Polizeibeamte ausgetauscht wurden. Nun sind die Journalisten und Medienunternehmer dran.

via turcnet

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