#Ankara: EU- Energieträgerströme fließen nur mit Recep Tayyip Erdoğan

#Ankara: EU- Energieträgerströme fließen nur mit Recep Tayyip Erdoğan

http://german.ruvr.ru/2014_12_17/Die-Energie-Kriege-dauern-an-5924/

Europas Energiesicherheit unter Umgehung Russlands?“ http://german.ruvr.ru/2014_12_17/Die-Energie-Kriege-dauern-an-5924/ …

Die Energie-Kriege dauern an

Die Energie-Kriege dauern an

© Foto: Flickr.com/bob/cc-by

STIMME RUSSLANDS Die Europäische Kommission hat ein „Arbeitsprogramm“ für das Jahr 2015 vorgestellt. Ein Hauptpunkt ist dabei die Idee, die Energiesicherheit Europas durch die Realisierung von Projekten unter Umgehung Russlands zu gewährleisten. Unser Kommentator Pjotr Iskenderow meint indessen, dass es kaum real sei, diese Pipelines zu füllen.

Russlands Entscheidung, die Realisierung des South Stream-Projekts in seiner früheren Gestalt zu stoppen und seine Exportströme auf die Türkei umzulenken, schuf für den europäischen Energiemarkt eine prinzipiell neue Situation. Ankara erhielt die Möglichkeit, der Europäischen Union seine Bedingungen zu diktieren. Bisher war es umgekehrt – auch hinsichtlich des türkischen Antrags auf einen EU-Beitritt oder der Beschuldigungen, dass Ankara gegen die Menschenrechte verstoßen würde. Was Russland betrifft, so kann es, ohne den europäischen Markt zu verlieren, seine eigene Politik in der Energie-Sphäre noch mehr diversifizieren.

Die westlichen Politiker, denen in den letzten Tagen des scheidenden Jahres die Realität einer solchen Gefahr bewusst wurde, beeilten sich, Ankara zu besuchen. Eine Hauptbedeutung sollte hierbei der Besuch der neuen EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini besitzen. Allerdings hatte sie einfach keine Trümpfe in der Hand, um sie der türkischen Seite zu demonstrieren.

Was die Energiewirtschaft betrifft, so waren diesbezüglich keine Berührungspunkte aufgetaucht. Die einzige theoretisch mögliche Variante für die EU in der Energieträger-Sphäre ist die Nutzung der Möglichkeiten der sich im Projektierungsstadium befindenden Transanatolischen Gaspipeline TANAP. Sie sieht den Bau eines Systems von Gaspipelines vom aserbaidschanischen Gasfeld Schah-Deniz über Georgien, die Türkei, Griechenland und Albanien bis in den Süden Italiens vor.

Über dieses Pipelinenetz sollen sechs Milliarden Kubikmeter Gas in die Türkei und zehn Milliarden Kubikmeter weiter nach Europa geliefert werden. Die Europäische Kommission hat die Architekten des Projekts bereits aufgefordert, die Kapazität dieser Gaspipeline zu verdoppeln. Allerdings kann diese Pipeline real nur mit zehn Milliarden Kubikmeter Gas gefüllt werden, die aus der zweiten Stufe der Erschließung des Gasfeldes Schah-Deniz kommen sollen. Alles Übrige ist wiederum russisches Gas. Dabei stehen alle von der EU vorgeschlagenen Gasprojekte und Spot-Mechanismen der Preisbildung hinter den russischen langfristigen Verträgen zurück, bemerkte im Gespräch mit ROSSIYA SEGODNYA der Chef der russischen Stiftung für nationale Energiesicherheit, Konstantin Simonow:

„In der mittelfristigen Perspektive wird das Gas am Spot-Markt nicht billiger als das Gas sein, das im Einklang mit den langfristigen Verträgen geliefert wird. In fünf Jahren werden die Europäer selbst verlangen, zum alten System zurückzukehren. Es ist so, dass die Vermutung, dass die Welt in eine Epoche des superbilligen Gases eintrete, eine Illusion ist.“

Auch die Widersprüche zwischen Brüssel und Ankara bezüglich des türkischen Antrags auf einen EU-Beitritt sind nirgendwohin verschwunden. Die in diesen Tagen in der Türkei vorgenommenen Festnahmen im Rahmen der Ermittlungen im Fall eines versuchten Staatsumsturzes sind ebenfalls fähig, einen noch größeren Keil in die Beziehungen zwischen dem Westen und der Türkei zu treiben. Die türkischen Behörden machen kein Geheimnis aus ihrem Verdacht, dass die USA und die EU – eben vor dem Hintergrund der sich festigenden strategischen Partnerschaft zwischen Moskau und Ankara – versuchen, im Land eine weitere „farbige Revolution“ zu organisieren.

Die Tatsache, dass die Europäische Union keine realen Hebel zur Einflussnahme auf die türkischen Behörden besitzt, geben indirekt auch diplomatische Quellen in Brüssel zu. Sie sagen, die Türkei sei nicht verpflichtet, die Forderungen der EU bezüglich der Energiewirtschaft zu erfüllen, da sie kein EU-Mitglied und lediglich ein Beobachter in der europäischen Energie-Gemeinschaft sei.

Demnach erfordert die vor unseren Augen entstehende neue Konfiguration der Energieträgerströme von allen Staaten Mittel- und Osteuropas, die eigene Rolle in den künftigen Projekten operativ zu überdenken, um den neuen Konkurrenten nicht zu unterliegen.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2014_12_17/Die-Energie-Kriege-dauern-an-5924/

via rusnet

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s