Pöbeln gegen #PEGIDA

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Pöbeln gegen PEGIDA und die »allmähliche Landnahme des Fundamentalismus«

Markus Gärtner

Die Politiker-Schelte gegen die angeblichen Islam-Hasser der PEGIDA in Dresden hält an. Dazu die fortgesetzten Attacken der Leitmedien gegen die neue Protestbewegung und ihre Ableger in mehreren deutschen Städten. Die Demonstrationen dürften auch heute weiteren Zulauf bekommen.

Doch Politik, Medien und gesellschaftliche Organisationen ringen zwei Monate nach Beginn der Bewegung immer noch um eine Erklärung. Vor allem deshalb, weil sich viele Leitmedien beharrlich weigern, die Proteste genauer in Augenschein zu nehmen und besser zu erklären.

Immerhin: Es gibt erste Versuche, die Keile für PEGIDA durch Kommunikation zu ersetzen. Der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm schaltete sich zu Wochenbeginn in die Diskussion ein.

Er fordert eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Demonstranten und warnt vor einer Dämonisierung. Es gelte, »Ängste abzubauen und mit den Menschen auf der Straße ins Gespräch zu kommen.«.

»Es bewirkt nichts, wenn wir pauschal diejenigen verteufeln, die da demonstrieren«, sagte Bedford-Strohm der »Passauer Neuen Presse.« Eine viel mehr inhaltlich orientierte Auseinandersetzung verlangt auch Entwicklungsminister Gerd Müller. »Ausgrenzung hilft hier nicht weiter, das stärkt solche Bewegungen nur.«

Ansonsten das bekannte Bild: Die Schmutzkampagne, die Parteimitglieder der Großen Koalition und die Systemmedien unbeirrt weiterfahren, stellt die Menschen, die in Dresden auf die Straße gehen, als rechte Wutbürger und islamfeindliche Fremdenhasser hin, obgleich viele von ihnen aus der bürgerlichen Mitte stammen und aus den verschiedensten Gründen verdrossen sind.

In den still marschierenden Reihen der PEGIDA, die für viele Menschen die einzige verfügbare Plattform für Protest ist, wird besonders über eine abgehobene politische Kaste geklagt, die mit ihrer Großen Koalition über 80 Prozent des Spektrums besetzt hält und keine Opposition kennt, die diesen Namen verdient.

Wenn sich dann doch Bürger regen, um an den agitierenden Mainstream-Mmedien vorbei ihre Klagen zu Protokoll zu geben, werden sie als fremdenfeindliche Braunhemden abgestempelt, als Schande für die Republik, wie es Justizminister Heiko Maas ausdrückte.

Welche Rolle Manipulation in der Berichterstattung über PEGIDA spielt, wurde jedoch zuletzt am Wochenende wieder deutlich, als RTL einen Reporter entließ, der sich gegenüber einem Fernsehteam von »Panorama« als PEGIDA-Demonstrant ausgegeben hatte.

Die Massenmedien schwingen gegen PEGIDA nicht nur die Nazi-Keule. Sie wollen die Bewegung auch dadurch in Verruf bringen, dass sie ihr Opposition gegen eine »angebliche Islamisierung« vorwerfen, ihr also unterstellen, ein politisches Gespenst an die Wand zu malen. Während dies als »Gefahr« dargestellt wird, lesen wir von linker Seite eine Beschreibung über den Vormarsch des Islams in Deutschland, wie sie in Dresden auch nicht deutlicher geäußert wird.

Der seit 2001 amtierende – sozialdemokratische -– Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky, beklagt im »Hauptstadtbrief« online eine »allmähliche Landnahme des Fundamentalismus« in Deutschland und erklärt, wie sein neues Buch »Die andere Gesellschaft« zustande kam.

Buschkowsky geht unter anderem der Frage nach, wie sich unser Land unter den neuen Einflüssen, die Einwanderung »nun einmal mit sich bringt«, verändert. Ein Beispiel ist der Blick durch das Fenster im Amtszimmer des Rathauses Neukölln:

»Wenn ich heute aus dem Fenster sehe im Rathaus Neukölln, dann dominiert bei den Passantinnen unten auf Donau- und Karl-Marx-Straße eindeutig klassisch traditionell muslimische Kleidung, sprich: Verschleierung. Und da frage ich mich: Auf welchem Weg sind wir?«

Eine der vielen Beobachtungen von Buschkowsky betrifft den offenbar wachsenden Wegzug zuvor nach Neukölln eingewanderter Neubürger:

»Jene, die in Ruhe und Frieden leben wollen, die wollen, dass es ihren Kindern einmal besser geht, die verkrustete Strukturen ihrer Herkunftsumgebung hinter sich lassen wollen, ziehen immer öfter die Konsequenzen und weg aus Neukölln. Die sagen: Ich habe genug davon. Jetzt holen mich hier die ein, denen ich schon in der Heimat ausgewichen bin. Ich habe keine Lust, mich ständig im Supermarkt fragen zu lassen, warum meine Tochter mit 12zwölf Jahren immer noch kein Kopftuch trägt. Und ich muss meine Tochter davor bewahren, in der Schule deswegen angefeindet zu werden.«

Die Schlussfolgerung des »roten« Bürgermeisters aus seinen Beobachtungen und Recherchen für das neue Buch lautet so:

»Wir dürfen nicht einfach zusehen, wie Kinder, junge Männer, ganze Familien, die unter uns leben, zu den islamistischen Rattenfängern gehen und nicht wiederkommen. Wir müssen klar und deutlich sagen: Das ist etwas, das uns nicht gefällt. Wir dürfen nicht einfach nur zusehen, wenn vor unseren Schulen allmorgendlich Flugblätter verteilt werden, mit denen junge Mädchen unter Druck gesetzt werden, die in Jeans oder mit Make-up zur Schule kommen: Warum trägst du Lidschatten, Schwester? Weißt du, dass das Sünde ist?«

via pegnet

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