#AKW Saporischschja: Spielt #Kiew mit unserem Leben?

#AKW Saporischschja: Spielt #Kiew mit unserem Leben?

Die Abwendung Kiews von Russland hin zum Westen soll auf allen Ebenen stattfinden. Auch in Sachen Energie. Bei der Atomkraft jedoch ergeben sich dadurch massive Probleme, weil Atomkraftwerke sowjetischer Bauart nicht wirklich mit den Brennstäben aus amerikanischer Produktion kompatibel sind. Im schlimmsten Fall droht eine Kernschmelze, die jene von Tschernobyl weit übertrifft.

Von Marco Maier

Früher war die Ukraine ein Nettoexporteur von Strom. Ausbleibende Kohlelieferungen aus dem Donbass jedoch sorgen dafür, dass die Kohlekraftwerke ausfallen. Nun reicht die Produktion der vier Atomkraftwerke nicht aus, das ganze Land mit Elektrizität zu versorgen. Mit der Verwendung von Brennelementen und Systemen des Unternehmens Toshiba-Westinghouse spielt man in der Ukraine jedoch ein gefährliches Spiel. Denn die jüngsten Vorfälle im AKW Saporischschja lassen sich Berichten zufolge darauf zurückführen, dass eben diese Technologie nicht wirklich mit dem Sowjet-AKW kompatibel ist.

Die Experimente mit den Toshiba-Westinghouse-Brennstäben und dem MOX-Treibstoff (Mischoxide von Uran und Plutonium) von AREVA könnten Experten zufolge dazu führen, dass eine gewaltige Kernschmelze im größten Atomkraftwerk Europas stattfindet, wodurch die nördliche Hemisphäre nach Tschernobyl und Fukushima eine dritte Welle der radioaktiven Verseuchung erleben würde. Doch dies ist den politisch Verantwortlichen in Kiew offenbar völlig egal. Hauptsache, sie können den „bösen Russen“ eins auswischen, indem sie auf russische Brennstäbe – die für diese Art von Kernkraftwerken gemacht sind – verzichten.

Die Häufung technischer Störungen ist ein Warnsignal. Vor allem kann man angesichts der Engpässe beim Strom davon ausgehen, dass möglichst viel Leistung aus den laufenden Reaktoren gepresst werden soll. Die neuen Brennstäbe sind angesichts der verwendeten Technologie potentiell gefährlich. Man kann – im übertragenen Sinne – in einen alten VW-Käfer auch nicht einfach einen Porsche-Motor einbauen und dann damit auf der Autobahn Vollgas geben. Doch das scheint offenbar der Fall zu sein. Die Nähe zu den Rebellengebieten erleichtert zudem im Falle eines größeren Unfalls die Schuldzuweisung an die „Terroristen“ im Donbass.

Zusammen mit dem französischen Konzern AREVA, der auf den Bau von Energieanlagen spezialisiert ist, hat des japanisch-amerikanische Unternehmen Toshiba-Westinghouse auf jeden Fall eine erfolgreiche Lobbyarbeit in Kiew geleistet. Neben der Lieferung von Brennstäben für die alten Druckwasserreaktoren gibt es auch neue Aufträge. Sie sollen nun im Süden des Landes ein Atomkraftwerk westlicher Bauart aufstellen, nachdem in diesem Jahr zwei Reaktorblöcke des AKW Saporischschja angesichts des Alters abgeschaltet werden müssten. Hinzu kommt ein Endlager für radioaktive Abfälle, wo auch jene von Fukushima untergebracht werden sollen, nachdem andere Länder sich weigerten, den verstrahlten Müll zu lagern.

http://www.contra-magazin.com/2015/01/akw-saporischschja-spielt-kiew-mit-unserem-leben/

via akwnet

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